Der Schwarzwald bot die perfekte Kulisse für vier Tage voller Intensität, Schweiß und Teamgeist. Die Karateka des Vereins machten sich auf den Weg nach Neubulach, um ein straffes, aber unglaublich bereicherndes Trainingslager zu absolvieren. Das klare Ziel des verlängerten Wochenendes: Das tiefere Verständnis und die Perfektionierung der anspruchsvollen Kata Gojushiho Sho.
Der Trainingsalltag: Disziplin in drei Einheiten
Um der Komplexität der Gojushiho Sho (die übersetzt „54 Schritte“ bedeutet und für ihre fließenden, aber extrem kraftvollen Tempowechsel bekannt ist) gerecht zu werden, war der Tag perfekt durchstrukturiert:
- Die Morgeneinheit: Noch vor dem eigentlichen Frühstück ging es in die Halle oder ins Freie. Hier standen Mobilisation, sanftes Dehnen und die Aktivierung des Körpers im Vordergrund, um verletzungsfrei und hellwach in den Tag zu starten.
- Die Vormittagseinheit: Der Fokus lag auf der reinen Technik. Die 54 Bewegungen der Kata wurden in ihre Einzelteile zerlegt. Schrittdiagramme, korrekte Stände und die präzise Ausführung der typischen Kaisho-Techniken (offene Hand) wurden bis ins Detail eingeschliffen.
- Die Nachmittagseinheit: Hier wurde es dynamisch und anwendbar. Im Bunkai (der praktischen Anwendung der Kata mit Partner) zeigte sich, wie effektiv die Bewegungen der Gojushiho Sho in der Selbstverteidigung sind. Zum Abschluss des Tages wurde die Kata noch einmal als Ganzes mit maximalem Fokus und Kime gelaufen.
Ausgleich und Action: Das Rahmenprogramm
Wer hart trainiert, muss auch regenerieren. Nach den intensiven Einheiten am Nachmittag stand deshalb das Teambuilding und die Erholung im Schwarzwald auf dem Programm. Die Highlights abseits der Matte:
- Erholung in der Therme: Um die müden Muskeln zu lockern und den Geist zu entspannen, tat der Besuch einer nahegelegenen Therme wunderbar gut. Das warme Wasser war die perfekte Medizin gegen den drohenden Muskelkater.
- Wanderung durch die Schwarzwald-Natur: Die idyllische Umgebung von Neubulach wurde bei einer gemeinsamen Wanderung erkundet. Die frische Waldluft half dabei, den Kopf freizubekommen und neue Kraft für die nächsten Hallenstunden zu tanken.
- Gemeinsame Abende: Ob beim Essen oder beim gemütlichen Beisammensein – der Zusammenhalt der Gruppe wuchs von Tag zu Tag.
Fazit: Müde Knochen, stolze Gesichter
Nach vier Tagen, zwölf Trainingseinheiten und unzähligen Wiederholungen der Gojushiho Sho traten die Karateka erschöpft, aber glücklich die Heimreise an. Jeder Einzelne hat in Neubulach nicht nur seine Karate-Technik auf ein neues Level gehoben, sondern auch den Teamgeist des Vereins gestärkt.
Den Abschluss der letzten Trainingseinheit übernahm Bruno mit der Klangschale.
Oss!
